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Osteoporose und Knochendichte

Unsere Knochen - sie leben und sie verändern sich

Die Knochendichte, die Knochenmasse und damit auch die Stabilität der Knochen verändern sich im Lauf des Lebens. Unsere Knochen sind nicht starr, sie leben und sie verändern sich. Dieser Prozess des Knochenumbaus ist nicht nur altersabhängig, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit den körperlichen Anforderungen die an die Knochen gestellt werden und den Belastungen denen sie standhalten müssen.

Knochendichte

Der heranwachsende Mensch baut bis etwa zum 30. Lebensjahr kontinuierlich Knochenmasse auf. Zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr weist das Skelett die höchste Masse auf - gleichzeitig spricht vieles dafür, dass die Knochen in dieser Alterspanne auch die höchste Dichte zeigen. Ab etwa dem 40. Lebensjahr erfolgt dann sehr langsam der Abbau - das ist ein ganz normaler und natürlicher Prozess. Signifikant und problematisch wird diese Degeneration meist erst ab etwa dem 60. Lebensjahr - wobei es auch zunehmend kritische Fälle im deutlich jüngeren Alter gibt (z.B. bei Anorexie, Bewegungsmangel, früher Menopause).

Auf- und Abbau der Knochenmasse

Knochendichte und Alter

Häufig ist bei Frauen ein überproportionaler Verlust an Knochensubstanz nach den Wechseljahren (Menopause) zu beobachten - hier führt die hormonelle Veränderung zu einer beginnenden Osteoporose. Aber auch Männer können betroffen sein. Bestimmend für Art und Umfang des Knochenschwundes sind die genetische Veranlagung, die individuelle Aktivität und der Lebensstil sowie der Hormonstatus. Dieses erhöhte Risiko einer verminderten Knochendichte kann vorbeugend durch eine Knochendichtemessung bestimmt werden.

Osteoporose-Diagnose

Die Diagnose einer Osteoporose erfolgt in der Regel über eine Knochendichtemessung. Knochendichte (oft abgekürzt BMD, aus dem Englischen für Bone Mineral Density) ist ein Maß, welches die Stärke und die Stabilität der Knochen beschreiben soll, wie z.B. die Mineraldichte an Kalzium. Ein Test (i.d.R. Osteodensitometrie mit DXA - Dual Energy X-Ray Absorptiometry) kann Hinweise auf den Zustand der Knochen liefern. Als Ergebnis wird ein Wert angegeben: der Unterschied des eigenen Messwertes gegenüber einer gesunden 30-jährigen Person mit gleichem Geschlecht (T-Wert oder T-score). Dieser Unterscheid ist ein Maßstab und die medizinische Interpretation sagt dann, wie relativ gut oder schlecht die Knochen sind.

Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

Osteoporose DXA Osteodensitometrie Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) beschreibt verschiedene Stadien des Krankheitsbildes, denen wiederum verschiedene therapeutische Ansätze zugeordnet werden. Beginnenden Knochenschwund bezeichnet man dabei als Osteopenie (T-Wert 1,0-2,5 - leichter Knochenschwund, meist ohne körperlich spürbare Symptome). Einen stärkeren Verlust an Knochendichte bezeichnet man als Osteoporose (T-Wert < -2,5 - stärkerer Knochenschwund, der zu Frakturen führen kann).

Dieser Wert aber ist nicht fix, er ist veränderlich im Lauf der Zeit und der Therapie - auch wenn er zu niedrig sein sollte und auch wenn eine bestehende oder manifeste Osteoporose vorliegt. Und in dieser Veränderbarkeit liegt eine große Chance - auch bei Osteoporose.

Knochenumbau und Knochendichte

Über körperliche Bewegung und Belastung sowie über eine aktive Grundmuskulatur (Typ IIA Muskelfasern) wird normalerweise für eine stabile Knochenstruktur und eine ausreichende Knochenqualität gesorgt. Je nach Anforderung und Belastung baut sich der Knochen entsprechend um und passt sich an die Gegebenheiten an. Damit geht ein Gleichgewicht aus Auf- und Abbau der Knochensubstanz unter Berücksichtigung der Anforderungen einher: man sagt, der Knochen baut sich um.

Die Aktivität der Knochenaufbau-Zellen (Osteoblasten) und der Knochenabbau-Zellen (Osteoklasten) ist dabei normalerweise ausgewogen. Auch wenn im Alter der Knochen durchschnittlich nicht mehr so stabil wie in der Lebensmitte ist.

Dieser Umbau ist für die Stabilität der Knochen sowie für ihre Masse und Dichte entscheidend. In einem gewissen Rahmen ist der Knochenabbau ab der Lebensmitte normal, ebenso wie die nachlassende körperliche Aktivität mit fortschreitendem Alter. Bei vielen Menschen aber lässt im Alter oder bei Bewegungseinschränkung bzw. Bewegungsmangel die Leistungsfähigkeit der Muskulatur oder auch die Muskelfaser-Aktivität deutlich nach. Die Folge: Der Knochenumbau verlagert sich in einen überproportional deutlichen Abbau und die Knochendichte nimmt ab.

Was passiert bei Osteoporose?

Kurz gesagt: Die den Knochen aufbauenden Zellen (Osteoblasten) werden inaktiver, die abbauenden Zellen (Osteoklasten) jedoch verrichten ihre Tätigkeit weiterhin - d.h. der Aufbau ist reduziert, der Abbau schreitet weiter fort. Eine Osteoporose kann sich entwickeln, weil der Knochenumbau aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Die Konsequenz: Der Körper baut sehr langsam über mehrere Jahre, unmerklich und daher meist unbemerkt, Knochensubstanz ab. Eine Knochendichtemessung kann hier rechtzeitig Aufschluss geben.

Besonders durch hormonelle Veränderungen in und nach den Wechseljahren kann bei Frauen dieser Abbai ernstzunehmende Verluste am Knochen erreichen. Durchschnittlich haben Männer stabilere Knochen als Frauen, dennoch können auch sie betroffen sein - denn auch bei ihnen nehmen ab der Lebensmitte die Knochendichte und somit auch die Stabilität stetig ab.

Ziel der LIV Therapie ist ein Aufbau der Knochensubstanz über dynamische Belastungsimpulse sowie eine Stabilisierung und Steigerung der Knochendichte.

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