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Vibrationstraining - welches ist die richtige Frequenz?

Vibration und Vibration ist nicht das Gleiche...

"Welches ist die richtige Frequenz beim Vibrationstraining?" So etwas werden wir oft von interessierten Kunden gefragt. Oder: welches ist die richtige Amplitude? Oder hinsichtlich der Frequenz: sind 60 Hz besser als 30 Hz? Oder auch bezogen auf ein Krankheitsbild: welche Frequenz ist die richtige bei Osteoporose? Immer dann, wenn es beim Vibrationstraining um Schwingung, Frequenz und Amplitude geht, suchen interessierte Menschen eine Orientierung an Zahlen und Werten.

Genau hier möchten wir informieren: Im Folgenden ein kurzer Überblick zu den wichtigsten physikalischen Einflussfaktoren. Und warum Vibration und Vibration nicht das Gleiche ist, worin die Unterschiede bestehen und worauf Sie achten sollten.

Nicht alles, was rüttelt, tut Ihrem Körper gut. Um das Bild zu überzeichnen oder um es anschaulich zu machen: Auch ein Handy, ein Staubsauger oder ein Presslufthammer vibriert – doch würde niemand auf die Idee kommen, einen Presslufthammer zum Aufbau von Knochensubstanz oder zum Herz-Kreislauf-Training zu benutzen. Daher gilt vor allem beim Vibrationstraining: Vibration und Vibration ist nicht das Gleiche, Jung und Alt ist auch nicht - und gesunder Knochen und kranker Knochen auch nicht.

Was der Körper eines jungen trainierten Athleten aushält, muss noch lange nicht gesundheitsfördernd sein für einen Menschen mit altersbedingter Muskelschwäche oder Osteoporose. Um das für Sie geeignete Training zu auszuwählen, sollten Sie die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale kennen. Und die werden durch physikalische Einflussfaktoren bestimmt.

Frequenz, Amplitude und Belastung

Neben der Dauer der Anwendung (d.h. wie lange und wie oft Sie trainieren) tragen drei physikalische Faktoren - Frequenz, Amplitude und Belastung - bei einer Vibrationstherapie zu den entscheidenden Unterschieden bei. Vibrationstraining allgemein ist in seiner Wirkung hocheffektiv, wenn der Trainierende die richtigen Impulse für sein individuelles Trainingsziel wählt. Für Anwender und Therapeuten gilt es dabei, grundlegende physikalische Eigenschaften und physiologische Wirkungen zu beachten - einerseits, um das individuelle Ziel zu verfolgen, andererseits, um Risiken zu vermeiden.

Vibrationstraining Frequenz

vibrationstraining frequenz

Die Frequenz beschreibt die Anzahl von Impulsen oder Schwingungen pro Sekunde. Die Frequenz wird in Hertz (Hz) angegeben.

Hier reicht das Spektrum der Geräte zum Vibrationstraining in Fitness-Centern (je nach Konstruktion und Hersteller der Plattform) von unter 5 Hz bis über 60 Hz.

Sie sollten Frequenzen im unteren Bereich - unterhalb von 25 Hz - nur nach Rücksprache mit Ihrem Therapeuten einsetzen, um Eigenschwingungen (Resonanzen) des Körpers zu vermeiden, so Osteoporose-Experte Prof. Dr. Dr. Dieter Gebauer. Unterhalb von 20 Hz können sich solche Eigenschwingungen ausbilden, z.B. der Wirbelsäule und inneren Organe (z.B. Magen-Darm-Trakt) bei ca. 8 Hz, des Schädels bei ca. 18 Hz oder des Auges bei ca. 20 Hz. Diese Resonanzen äußern sich nicht nur in einem unangenehmen Gefühl, z.B. in Form von Schwindel, Sehstörung, Beklemmung oder Übelkeit - sie sollten bei älteren Menschen oder besonders bei Osteoporose-Patienten vermieden werden.

Marodyne LIV geht auf Nummer Sicher - wir halten noch etwas mehr Abstand, wir arbeiten mit 30 Hz.

Vibrationstraining Amplitude

Vibrationstraining Amplitude

Die Amplitude beschreibt die Höhe der Auslenkung der Bewegung, also wie weit die Platte rauf und runter schwingt. Die Amplitude wird meist in Millimetern angegeben.

Vergleicht man verschiedene Geräte zum Vibrationstraining, Geräte unterschiedlicher Bauart und Hersteller, kann man extreme Unterscheide erkennen. Die Amplitude kann die Höhe von mehreren Millimetern erreichen, kann aber mit der neuen LIV Therapie auch nur Bruchteile eines Millimeters betragen - die Unterschiede liegen beim bis zu 40-Fachen. Auch spielt bei manchen Typen die Standposition eine Rolle (z.B. Training bei seitenalternierender Vibration).

Das Marodyne LIV Therapiesystem hat eine konstante, durchschnittliche Amplitude von nur 100 Millionstel Meter, das sind 0,1 mm. Dies entspricht etwa der Stärke von 2-3 Haaren. Diese minimalen Impulse sind ausreichend, um Knochenzellen und Muskelfasern gezielt anzusprechen.

Vibrationstraining Belastung oder Beschleunigung

Vibrationstraining Belastung oder Beschleunigung

 

Jeder Vibrationsimpuls setzt Ihren Körper einer bestimmten Belastung bzw. einer Beschleunigung aus - genau dies ist das Hilfreiche beim Vibrationstraining. Und dies ist es auch, was Sie spüren - es ist das Wechselspiel zwischen Belastung und Entlastung.

Belastungen werden mit g-Kräften beschrieben, Kräften, die aufgrund einer Änderung von Größe und/oder Richtung der Geschwindigkeit auf den menschlichen Körper einwirken. Die bekannteste g-Kraft ist die Gravitation, die Schwerkraft oder Gravitationskraft, wie wir sie als Erdanziehung erleben. Ein anders Beispiel: bei einem schnell anfahrenden PKW spüren die Insassen beim Beschleunigen eine Kraft, die sie nach hinten in seinen Sitz presst - man hat das Gefühl, man wird für kurze Zeit etwas schwerer. Auch dies ist die g-Kraft der Beschleunigung. Und auch jeder Vibrationsimpuls übt eine solche Kraft auf ihren Körper aus.

Nun darf man bitte nicht dem Irrglauben verfallen und meinen, weil eine Vibrationsplatte vielleicht im Fitnesscenter oder auch bei einem Therapeuten steht, dass sie der uneingeschränkten Gesundheit dient. Haben Sie schon einmal nach der Kraft gefragt, die auf Ihr Skelett aufgreift? Die Antworten werden meist sehr spärlich ausfallen, weil sich nur wenige Gedanken darüber machen, weil nur wenige Bescheid wissen...

Natürlich verträgt ein junger, trainierter Sportler stärkere Impuls-Kräfte als der Körper eines älteren oder kranken Menschen. Die Skala der Belastung aber ist extrem weit und reicht oft bis zum Vielfachen des eigenen Körpergewichts.

Viel hilft nicht immer viel

Und gerade für ältere Menschen oder Osteoporose-Patienten ist eine Überlastung gefährlich, da sie Mikrofrakturen am Knochen oder Muskelzerrungen begünstigen kann. Die meisten der herkömmlichen Geräte zum Vibrationstraining setzten mindestens  - mindestens (!) - eine Kraft auf die Knochen, die einem Sprung aus 60-80 cm Höhe vergleichbar ist. Es gibt Geräte die setzen eine Kraft auf die Knochen, die zu vergleichen ist mit einem Sprung aus zweieinhalb Meter Höhe, das wäre etwa aus Höhe der Zimmerdecke. Meinen Sie, dass dies bei geschwächtem Knochen, also z.B. bei Osteoporose, Sinn macht? Wir sind da anderer Meinung...

Das Marodyne LIV Therapiesystem arbeitet mit einem Impuls von rund 40% des Körpergewichtes, das entspricht 0,4 g. Das ist vergleichsweise weniger Belastung, wie wenn Sie eine Treppe Stufe um Stufe hinunter steigen. Zur Sicherheit stellt sich die Plattform selbstständig und elektronisch gesteuert auf diesen Wert ein - und auch auf jeden Nutzer individuell.

Zusammenspiel von Amplitude, Frequenz und Impuls

Um auf die eingangs gestellte Frage - welches ist die richtige Frequenz beim Vibrationstraining - zurück zu kommen: es gibt kein Richtig und kein Falsch. Es gibt nur einen, der Therapie angepassten und sinnvollen Wert. Die Frage nach der Frequenz wird nur daher gerne gestellt, weil der Begriff Frequenz den meisten Menschen im Zusammenhang mit Vibrationstraining geläufig ist und weil Interessierte Orientierung suchen. Wir wollen und wir dürfen an dieser Stelle nicht sagen, was richtig oder falsch ist. Aber wir glauben, Ihr gesunder Menschenverstand hat Ihnen schon eine Antwort gegeben.

Entscheidend für die Sicherheit

Im Alter, bei durch Osteoporose geschwächten Knochen, bei Bewegungseinschränkungen oder altersbedingter Muskelschwäche (Sarkopenie) entscheidet das Zusammenspiel von Amplitude, Frequenz und Impuls-Belastung. Aus unserer Erfahrung heraus, ist die Belastung bei jedem einzelnen Impuls das, was entscheidend ist. Es ist die Kraft, die auf Sie einwirkt, die Kraft denen Ihre Knochen und Muskeln standhalten müssen. Und leider wird genau nach diesen Kräften - nach der Belastung oder Beschleunigung - beim Vibrationstraining meist nie gefragt. Belastung oder Beschleunigung sind beim Vibrationstraining entscheidend für die Sicherheit.

Vibrationstherapie mit Low Intensity Vibration

Bei uns wird höchster Wert auf Sicherheit gelegt und auf ein für Knochen und Muskulatur adäquates und vor allem verträgliches Vibrationstraining. Studien belegen, auch das wirkt.

» Sicherheit

Die richtige Frequenz?

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» Einflussfaktoren Vibrationstraining